Leica M im Studio – Geht das?
Antwort: Ja, es funktioniert sogar sehr gut. Da die Leica keine Synchronbuchse für den Anschluss eines externen Blitzes besitzt, muss man mit einem Adapter für den Zubehörschuh oder einem aufsteckbaren Fernauslöser arbeiten. Ein zweiter Fallstrick ist, und das wusste ich vorher nicht da ich noch nie mit der Leica und Blitzen gearbeitet habe, dass man die Belichtungszeit fest auf 1/250s einstellen muss (siehe Blitz Symbol auf dem Einstellrad). Nur dann wird der Blitz auch ausgelöst. Mehr gibt es eigentlich dazu nicht zu sagen, sie verhält sich wie jede andere Kamera auch.
Erst beim Einsatz im Studio fiel mir richtig auf, dass die Leica M vom Handling her sehr viel schlechter als jede SLR ist, soll heißen sie liegt einfach nicht so gut in der Hand. Kann man ihr aber auch nicht negativ anrechnen, dafür ist sie ja kompakter. Gut, dass meine Blitzanlage recht fein runterregelbar ist, so kann ich auch im Studio mit begrenzter Schärfentiefe fotografieren, ich mag diesen Effekt einfach.
Folgende zwei Bilder sind im (improvisierten) Studio entstanden, beide mit der M9 und dem 50mm Summicron:

Octabox von vorne, Spot mit Wabenfilter von oben rechts auf die “Decke”, Bearbeitung mit Lightroom und Color Efex Pro.

Octabox von vorne, weißer Reflektor rechts, Bearbeitung wie immer mit Lightroom und Color Efex Pro.
Pluspunkte für Strato
Als ich vor einem Jahr zusätzlich zum Pixelpost Photoblog ein WordPress Blog eingerichtet habe, fiel das vor allem durch eine ziemlich miserable Geschwindigkeit auf. Ziemlich zäh aber noch aktzeptabel. Da ich für das Erstellen neuer Artikel sowieso einen externen Blogeditor, nämlich ecto, verwende, war mir das erst mal egal. Nachdem ich nun gestern komplett auf WordPress umgestiegen bin und sich damit meine Aktivitäten in dieser Software stark steigern, steigerte sich auch mein Frustrationsgrad, was dazu führte, dass ich heute einen telefonischen Hilferuf bei Strato absetzte. Erster Pluspunkt: Keine Wartezeit in einer Warteschlange. Dem sehr freundlichen Strato Servicemitarbeiter sind die Probleme im Zusammenhang mit meinem Hosting Paket und WordPress bekannt und nach einer sehr subtilen Andeutung eines möglichen Anbieterwechsels meinerseits war er dazu bereit, meinen Webspace auf die sogenannte “Power Plus Plattform” (TM) umzuziehen. Zweiter Pluspunkt: Ohne zusätzliche Kosten. Und was soll ich sagen, die Seite rennt nun richtig, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dritter Pluspunkt. Problem nach fünf Minuten des Telefonierens gelöst, sehr schön!
Alles so neu hier
Wie ihr seht, habe ich meine Seite ein wenig umgebaut. Aus mehreren Gründen habe ich mich dazu entschlossen. Erstens war es mir auf Dauer zu blöd, zwei CMS Systeme zu pflegen (Pixelpost und WordPress), die noch dazu vom Design her überhaupt nicht zusammenpassten. Zweitens habe ich es in letzter Zeit nicht geschafft, genügend Material zu sammeln um ein reines Photoblog anständig am laufen zu halten. Deswegen jetzt alles in Galerien, eine Art BestOf. Positiver Nebeneffekt ist, dass auch ältere Bilder leichter zugänglich werden. Diese Galerien bestehen übrigens aus flickr Sets, das heißt sie sind voll dynamisch und sehr bequem zu pflegen. Das Grundkonstrukt steht schon mal, an ein paar Stellen muss noch geschraubt werden… Wichtig ist erst mal, dass genügend Content bereitgestellt wird und vorhandene Inhalte eingepflegt werden. Ob sich das neue Konzept bewährt, wird sich erst noch zeigen. Über Anmerkungen bin ich übrigens sehr dankbar!
Meine erste Hochzeit – Eine Nachkritik
Wie ihr wisst, durfte ich am Samstag meine erste Hochzeit fotografieren. Dass die kirchliche Trauung fehlte, war mir ganz recht, schließlich gibt es dabei einige “Must have”-Aufnahmen, die ich mit meiner nicht vorhandenen Erfahrung eventuell vergeigt hätte. Als Neuling würde ich mich an so etwas alleine nicht rantrauen und einen zweiten Fotografen mitnehmen. Für den Einstieg war die Veranstaltung am Samstag also perfekt!
Was mir zuallererst einfällt: Ich war mit Sakko, Hemd, Jeans und Sneakern viel zu lässig gekleidet. Wirklich *alle* männlichen Gäste kamen in Anzug und Krawatte. Ich kam mir ziemlich underdressed vor. Das nächste Mal werde ich mich wohl oder übel in den ungeliebten Anzug quälen müssen.
An die Location grenzte ein ziemlich schöner, leicht verwilderter Park an, diesen nutzten wir für die Portraits des Brautpaares. Der Plan, diese Portraits nicht auf traditionelle Weise, sondern eher als eine Art Fotoreportage zu gestalten, ging ganz gut auf. Ich verzichtete auf genaue Anweisungen, sagte dem Brautpaar nur, wo sie ungefähr stehen und dass sie ja nicht in die Kamera sehen sollen und ließ sie miteinander interagieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktionierte dies ganz gut, das Brautpaar hatte offensichtlich viel Spaß. Es kamen ein paar meiner Meinung nach sehr authentisch wirkende Fotos dabei heraus.
Für die anschließende Feier hätte ich mir mehr Brennweite gewünscht. Ich war ja ausschließlich mit der M9 und dem 50mm unterwegs, damit muss man den Menschen für halbwegs formatfüllende Portraits ganz schön auf die Pelle rücken. Vielleicht leihe ich mir dafür das nächste Mal ein 70-200mm. Ein paar weibliche Gäste vergossen aus Rührung die ein oder andere Träne, was ich nur ungenügend einfangen konnte. Und das ärgert mich ungemein.
Und dann ist mir noch was Dummes passiert: Ich habe den Anschnitt des Hochzeitskuchens völlig verpasst, war leider zu spät zur Stelle und blieb im (Menschen-)Stau stecken. Bei den schlechten Lichtverhältnissen im Gebäude war es sowieso fraglich, ob ich ohne Blitz fotografieren hätte können. Und das 50mm wäre unter diesen beengten Verhältnissen eh zu lang gewesen. Also das nächste Mal einen Blitz und eine kürzere Brennweite einpacken.
Insgesamt gesehen bin ich mit den Ergebnissen dieses Auftrages recht zufrieden. Meine minimalistische Ausstattung war jedoch für manche Situationen absolut ungenügend. Sollte ich irgendwann wieder in den Genuss kommen, eine solche Veranstaltung fotografieren zu dürfen, werde ich mehr Ausrüstung mitnehmen.
Backup-Strategien
Eins vorneweg: Ich hab riesige Angst, meine Bilder durch irgendwelche blöde Umstände zu verlieren. Für mich sind meine Bilder eine Art Tagebuch, lebensbegleitende Zeugen wertvoller Erinnerungen. Daher habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie ich diese wichtigen Daten effektiv und komfortabel sichere.
- Da Festplatten auch mal den Geist aufgeben, stecken in meinem Rechner vier davon, in einem sog. Raid 10 Verbund. Das heißt, dass auf je zwei Festplatten der selbe Inhalt liegt, sie sind also gespiegelt (Raid 1). Diese zwei Pärchen werden als eine einzige Festplatte behandelt, ich “sehe” im Dateimanager also alle vier Platten als eine einzige (Raid 0). Wenn eine Festplatte ausfällt, kann mir nichts passieren, bei zweien wirds dann schon schwierig, wenn es ein Pärchen trifft stehe ich blöd da. Außerdem schützt ein Raid System nicht vor versehentlichem Löschen einer Datei (Merke: Raid ist kein Backup!).
- Deshalb sichere ich den Inhalt meiner vier Festplatten per Apple Time Machine auf eine externe Festplatte, die ebenfalls aus zwei HDDs in einem Raid 1 besteht. Diese Sicherungen laufen vollständig automatisch im Hintergrund, und das inkrementell, das heißt dass nach einer ersten und einmaligen vollständigen Sicherung nur geänderte Daten gesichert werden, was sehr viel Speicherplatz und Zeit spart. Ich könnte also jederzeit den Datenbestand von gestern wieder herstellen. Oder von Juli letzten Jahres.
- Doch was passiert, wenn durch einen Brand mein Rechner abfackelt, er durch einen Wasserschaden absäuft oder samt externer Festplatte geklaut wird? Nun, dafür habe ich eine zweite externe Festplatte, auf der analog zur ersten ebenfalls alles gesichert wird. Diese bewahre ich aber nicht in meiner Wohnung sondern an meinem Arbeitsplatz auf. Ich versuche, sie wöchentlich mitzunehmen und auf den neusten Stand zu bringen.
- Eine vierte Instanz ist flickr. Dort lade ich alle guten bzw. vorzeigbaren Bilder hoch, wenn möglich in voller Auflösung.
Ich denke, dass ich hiermit eine sichere und vor allem komfortable (da fast vollständig vollautomatisch ablaufende) Sicherung meines wertvollen da unwiederbringbaren Datenbestandes habe.
Howto: Complementary colours
Nun benutze ich Lightroom von Adobe schon ein ganzes Jahr lang, in dieser Zeit konnte ich einige Erfahrungen sammeln und viel lernen, mittlerweile komme ich nach gewissen Anfangsschwierigkeiten ganz gut damit klar. Grund genug, meine Erfahrungen in Sachen Bildoptimierung an euch weiterzugeben… In diesem Howto benutze ich neben Lightroom auch Color Efex Pro von Nik Software, dies wird aber nicht zwingend benötigt und gibt dem Bild, sehr subtil eingesetzt, nur den allerallerletzten Schliff. Gestern, auf einem gemütlichen Sonntagsspaziergang, stießen wir irgendwo im Wald auf eine sehr schöne und homogene Moosfläche, die durchs Blätterdach sehr ansprechend beleuchtet war. Mir kam die Idee, Komplementärfarben abzubilden, also den spannenden Kontrast zwischen Simones Haarfarbe und dem grünen Moos. Also durfte sich die gute Simone aufs recht feuchte und kalte Moos legen… An dieser Stelle ein großes Dankeschön an mein Lieblingsmodell! Hier das Bild direkt nach dem Import in Lightroom:
Um dem Bild mehr Tiefe zu geben, wurde mit Offenblende (f/2,0) fotografiert. Der Fokus liegt wie immer auf den Augen des Modells. Leider kommt der etwas heller beleuchtete Bereich in der Bildmitte nicht besonders gut raus. Nach einer ersten Freistellung, der am Bildrand zu sehende Finger störte, versuche ich deshalb erst mal, mit dem Kontrastregler diesen Bereich hervorzuheben.
Da dies nicht den gewünschten Effekt bringt, der hellere Bereich ist mir immer noch zu dunkel, entschließe ich mich, zwei Verlaufsfilter mit Effekt “Belichtung” einzuziehen. Je einmal von schräg oben und unten.
Das Ergebnis:
Schon viel besser. Da mir der Effekt derzeit sehr gefällt und er noch mehr Tiefe ins Bild bringt, wird eine Vignettierung hinzugefügt (zu finden unter Effekte, Stil Lichterpriorität, Betrag -18).
So, die grundsätzlichen Sachen sind nun fertig. Kommen wir nun zu den Details, dem Gesicht und den Haaren. Hier das Gesicht im Original:
Zuerst werden mit dem Werkzeug Bereichsreparatur die wenigen schlimmen Hautunreinheiten weggestempelt. Danach kommt ein wenig Makeup: Mit dem Korrekturpinsel und dem Effekt-Preset “Haut weichzeichnen” großflächig über die Haut verteilt. Da mir der Teint nach dieser Maßnahme ein wenig zu puppenhaft wird, regle ich die “Klarheit” auf einen Wert von -50 rauf.
Die Augen sind bei einem Portrait das wichtigste überhaupt, deswegen widmen wir diesen besondere Aufmerksamkeit. Zuerst helle ich die Augenpartie grundsätzlich mit dem Korrekturpinsel auf, daraufhin bekommt die Iris ebenfalls einen Pinselstrich verpasst, diesmal mit dem Effekt “Irisoptimierung”. Leider sind auf den Screenshots die Änderungen kaum sichtbar.
Zugegebenermaßen habe ich nicht besonders genau gearbeitet – perfekt ist was anderes – aber da das Gesicht nicht formatfüllend abgebildet wird, finde ich es akzeptabel. Kommen wir nun zu den Haaren, hier die Ausgangsbasis: ![]()
Wieder grob mit dem Korrekturpinsel markiert, ändere ich Helligkeit, Sättigung und Klarheit. Alles in Maßen, es soll ja nicht unnatürlich wirken.
Und schon sind wir mit den Detailänderungen fertig. Da mir der Bildschnitt nicht gefällt, spiele ich ein wenig mit dem Freistellen-Werkzeug rum und entscheide mich für einen etwas engeren Zuschnitt. Und irgendwie bringens die Farben noch nicht so richtig, ein wenig mehr Dynamik (unter “Präsenz”) sorgt für “poppende” Farben: ![]()
Nun der letzte Schritt: Etwas Magie. Hab ich schon mal erwähnt dass ich ungemein auf die Effektsammlung von Nik Software stehe? Deshalb starte ich Color Efex Pro und wähle den Effekt “Glamour Glow”, setze allerdings einen Kontrollpunkt mit 0% Deckkraft aufs Gesicht und regle den “Schein” etwas runter.
Fertig! Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden: Der gewünschte Effekt, nämlich der starke Farbkontrast, kommt nun recht gut rüber. Ich hoffe, euch mit diesem kleinen Howto die ein oder andere Anregung gegeben zu haben!
Meine erste Hochzeit
Am Samstag habe ich die Ehre, o.g. Feierlichkeiten fotografisch zu begleiten. Das freut mich sehr, schließlich bin ich immer sehr scharf drauf, neue Erfahrungen zu sammeln und meinen fotografischen Horizont zu erweitern. Gut für den Einstieg ist, dass ich bei dieser Hochzeit weder die kirchliche noch die standesamtliche Trauung fotografieren muss/darf, sondern nur ein paar Portraits des Brautpaares und die Feierlichkeiten danach. Gefeiert wird in einer sehr schönen Villa im Münchner Norden, die einen ebenso schönen Garten mit vielen Spots für Portraits besitzt. Laut Wettervorhersage ist es bewölkt, was vom Licht her prima ist, da ich die Fotos des Brautpaares ab 14 Uhr machen werde.
An Ausrüstung nehme ich natürlich die M9 mit dem 50mm Summicron mit, als Backup die M8, und falls es eng wird das 25mm CV. Blitz brauch ich hoffentlich keinen. Ein Faltreflektor kommt auch mit, vielleicht bietet sich eine Situation an in der man lichttechnische Aktzente setzen kann.
Zu guter Letzt noch ein Buchtipp: Digital Wedding Photography (Amazon Link) von Glen Johnson. Vielen Dank an Robert für den Tipp!
People Pictures with Impact and Emotion – Woche 3
Die Aufgabe letzter Woche, nämlich 6 fremde Personen zu fotografieren, habe ich gerade noch so mit Hängen und Würgen hinbekommen. Die Bewertung durch den Kursleiter steht noch aus. Offensichtlich ist es hier in Deutschland gar nicht so einfach, von fremden Leuten die Erlaubnis zu bekommen, ein Foto machen zu dürfen. Die vielen Verneinungen steigerten meine Motivation nicht gerade. Vielleicht war meine Herangehensweise falsch? Hätte ich die Leute mehr überrumpeln sollen anstatt sie offen und höflichst (und gleich mit einer Erklärung des “Warum”) zu fragen? Naja, das Thema ist ja jetzt gegessen.
Da klingt die aktuelle Aufgabe schon viel besser, es geht wieder mehr um Technik und bekannte Person dürfen als Subjekt herhalten:
3 Images in which harsh sunlight is used to photograph a person or persons in a creative and effective way.
3 indoor photos where light from a window is combined with some type of reflected light to create a “uniformly-lit” and natural looking portrait.
3 images in which features other than facial are used to describe the person being photographed.
Ich seh wieder spannende und fotografiebetonte Tage auf mich zukommen. Gut so!
People Pictures with Impact and Emotion – Woche 2
Die Aufgabe dieser Woche wirkt fast einfacher als die letzter Woche. David will 6 Bilder fremder Menschen. Davon drei Aufnahmen von Leuten, die nicht zum Freundeskreis bzw. zur Familie gehören, die man jedoch so vom sehen her schon kennt. Ein Beispiel dafür wäre die freundliche Bäckereifachverkäuferin, die mich jeden Morgen mit einer leckeren Butterbrezn versorgt (und die ich auch versuchen werde zu fotografieren). Dann will er noch drei Aufnahmen von komplett fremden Menschen. Da heißt es also mutig sein und einfach mal interessant wirkende Leute auf der Straße ansprechen.
Es bleibt also durchaus fordernd. Ich bin schon gespannt, was nächste Woche auf mich zukommt. Gibt es noch eine Steigerung?
Leica M9 Firmware 1.138
Ab sofort kann eine neue Firmware für die M9 runtergeladen werden. Laut Leica enthält diese folgende Verbesserungen und Bugfixes:
• Verbesserter automatischer Weißabgleich bei der Verwendung von Energiesparlampen und
konventioneller Glühlampen
• Verbesserte Kompatibilität zu SDHC Speicherkarten. Wir empfehlen wir z. B. die „Extreme III“ -
Karten des führenden Markenherstellers „SanDisk“.
• Das Speichern von Anwenderprofilen wurde verbessert (Das Wechsel der Profilspeicherplätze
verursachte teilweise Störungen)
• Ein Fehler im „amerikanischen“ Zeitanzeigeformat wurde korrigiert
• Ein Fehler im automatischen Energiesparmodus „Auto Power Off“, der die Kamera während der
Bedienung abschaltete, wurde korrigiert.